Wechsel an der Spitze des SPD-Ortsvereins Hutthurm

Ortsverein

Max Brandl, (v.l.), Christian Flisek, Max Draxinger, Marco Schinabeck, Bernhard Roos und Elisabeth Rosenberger

Max Draxinger gab bei der Jahreshauptversammlung, drei Tage vor Vollendung seiner 20jährigen Führung als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hutthurm bekannt, einen Wechsel an der Spitze herbeiführen zu wollen, zu können und zu müssen.

Als 3. Bürgermeister, Marktgemeinde- und Kreisrat wird er sich nicht aus der Kommunalpolitik und auch nicht aus dem Ortsverein zurückziehen. Seiner Meinung nach bringt es aber der Wandel der Zeit mit sich, einen Aufbruch im Ortsverein mit neuen Zielen und Vorstellungen zu vollziehen. Dem schlossen sich die Mitglieder an und wählten den 21jährigen Marco Schinabeck, durch dessen Bereitschaft der Wechsel eingeleitet werden konnte, einstimmig zum neuen Vorsitzenden.

Weitere Wahlergebnisse:

Stellvertreter: Max Draxinger und Max Reidl

Kassier: Max Reischl

Schriftführerin: Elisabeth Rosenberger

Orga-Leiter: Inge Jaksic und Kurt Kuplent

Bildungsbeauftragte: Friederike Goldberger

Beisitzer: Fabian Friedrich, Albert Gahbauer, Josef Moosbauer (parteiunabhängig), Magdalena Passauer, Max Rosenberger, Renate Rosenberger

Kassenrevisoren: Fritz Blöchl und Hans Niedermeier.

Frauen-, Senioren- und Pressebeauftragte ernennt die Vorstandschaft.

Marco Schinabeck, der momentan in München seine berufliche Zukunft in der gehobenen Verwaltungslaufbahn vorbereitet, wird eigenen Aussagen zufolge immer ein Hutthurmer bleiben. In Hutthurm ist seine Heimat und dort möchte er auch sein politisches Gedankengut verwirklichen und heimatnah beruflich tätig werden. Der SPD-Ortsverein ist nun ein Mehr-Generationen-Verein mit jugendlicher Zukunftsstimmung, auch im Hinblick auf das Medienzeitalter.

MdL Bernhard Roos, UB-Vorsitzender Christian Fliesek sowie Bezirkstags-Vizepräsident Max Brandl dankten dem scheidenden Ortsvorsitzenden für seine geleistete Arbeit, sein großes Engagement für den Ortsverein, auch für seine Bürgermeisterkandidaturen und wünschten dem neuen Vorsitzenden Kraft und Freude für eine Aufbruchstimmung in der SPD sowie viel Elan im Hinblick auf die Mitgliedergewinnung.

Die Ehrengäste gingen kurz auf die verfahrene Politik in unserem Land ein. MdL Roos stellte die Bildungspolitik in Bayern in den Mittelpunkt seiner Grußworte und wies besonders darauf hin, dass Bayern das einzige Bundesland sei, welches immer noch Studiengebühren erhebt. Bildung soll und darf nichts mit dem Geldbeutel der Eltern zu haben. Die SPD soll seiner Meinung nach sowohl den Eltern als auch den Kindern den Druck des Übertritts ab der 4. Klasse ersparen und sich für den Aufbau einer Gesamtschule einsetzen.

Ein besonderes Anliegen war dem UB-Vorsitzenden Fliesek die Wirtschaftskrise. Hierbei warnte Fliesek, als Anwalt, davor, wieder zur DM zurück zu kehren. Für Deutschland sei der Export zu wichtig, um den Euro aufzugeben. Er forderte die Politik auf, die Unterstützung der Finanzmärkte zurück zu fahren und endlich das Augenmerk auf die Wirtschaft zu legen, auf die Industriebetriebe, die Arbeit schaffen und geben. Nachdem den Regierenden momentan die Finanzmärkte mehr wert sind als die sozialen Werte, wenden sich die Menschen in unserem Lande von der Politik ab. Und nur deshalb kann eine neue Partei ohne Konzept auf Anhieb 8 % der Stimmen einfahren, wie es kürzlich in Berlin geschehen ist. Fliesek erinnerte daran, dass die SPD im Jahre 2013 bereits 150 Jahre alt wird und die einzige Partei sei, die ihren Namen nicht ändern musste. Die SPD würde immer mehr gebraucht, auch wenn Sie ihre Lehren aus der unbestritten notwendigen Agenda 2010 ziehen müsse.